Mittwoch, 7. September 2011

Monowalker - new Production

Die neue Produktion des MONOWALKER Wanderanhängers ist fast fertig. Gerade sind die geschweißten Rahmen," made in Germany" auf dem Weg zum Beschichter. Die Auslieferung erfolgt in Kürze.


The new production of the Monowalker is nearly done. Just we received the new welded frames- proudly made in Germany - that are waiting for the colour finish. The delivery to those who have already ordered will follow soon.

Samstag, 3. September 2011

"Green Tunnel" -der Appalachian Trail

Der Appalachian Trail in den USA gilt als einer der bekanntesten Langstrecken Trails in den USA. 2010 berichtete ich bereits über diesen Trail hier im MONOWALKER Blog. In dem Video von Kevin Gelligher kann man den Trail, für dessen Gesamtlänge man sonst ein gutes halbes Jahr benötigt, in wenigen Minuten "durchlaufen".

Beim Betrachten des Videos wird klar, warum der Titel "Green Tunnel" heisst. Der Appalachian Trail ist berühmt und berüchtigt dafür, dass er fast ausschliesslich durch dichte Wälder führt und dem Wanderer nur wenige Weitblicke ins Land gewährt. Für manchen Wanderer ist dies schon ein k.o. Kriterium gewesen.

Sonntag, 28. August 2011

Wandern in der „Desert des Agriates“ auf Korsika

Wandern auf Korsika ist auch im Sommer durchaus möglich, wobei man seine Touren auf die Küstenregion- wo steter Wind weht - oder ins Hochgebirge verlegen sollte. Wer an der Küste entlang wandert, findet Abwechslung im erfrischenden Meer. Dort, wo Sandstrände auf der Landkarte eingezeichnet sind, sollte man selbst in der noch so abgelegensten Ecke nicht erwarten, dass man diese für sich alleine hat. Der Motorboot Chartertourismus hat auch auf Korsika um sich gegriffen und manche Sandbucht ist zumindest in der Hochsaison mit bis zu 30 Motorbooten und Yachten vollgestellt. Wer gerne taucht und felsige Liegeplätze bevorzugt, kann sich seines einsamen Platzes aber immer noch sicher sein.
Die hier mit dem MONOWALKER Wanderanhänger durchgeführte Tour durch die „Desert des Agriates“ und entlang der Küste der „Desert des Agriates“ sollte im Sommer mit mindestens 5 Liter Wasser pro Wandertag und Person durchgeführt werden, plus Wasser ggf. zum Kochen. Wird der Wasservorrat auf dem unteren Ende des Monowalker platziert, so fällt die darüber angeordnete leichte Zeltausrüstung nicht arg ins Gewicht. Ausgangspunkt ist St. Florent. Diesen Ort kann man für meinen Geschmack links liegen lassen, da er wenig Charme versprüht. Per Anhalter lässt man sich von St. Florent auf der D81 in Richtung L‘ Iles- Rousse mitnehmen und steigt nach ca. 15 min an der Abfahrt zum Plage de Saleccia aus. Der von der Hauptstrasse abzweigende Weg ist als Offroad Piste zu bezeichnen, aber auch als Wanderweg mit 3.5 Stunden Gehzeit offiziell ausgewiesen. Sie ist durchaus mit Jeeps, SUV`s und VW Bussen gut befahrbar und wird in den Morgen- und Abendstunden von Tagesbesuchern gut frequentiert ( ca. 50 -70 Autos am Tag), die zum Saleccia Strand wollen.
Wer die Wanderung hier nicht beginnen will, kann auch per Autostopp ggf. zum Saleccia Strand mitgenommen werden und dort die Küstenwanderung beginnen. Eine weitere Variante ist die recht kostspielige Fahrt per Schiff von St. Florent zum Saleccia Strand
Die Wanderung durch die Desert des Agriates ist einfach, da man sich die ganze Zeit auf der Fahrpiste bewegt. Die paar Autos, die einen überholen, verlangsamen in der Regel die Fahrt, sodass man keine Staublunge bekommt. Besonders schön ist es, wenn man zum späten Nachmittag startet ( 17 Uhr) und in den Sonnenuntergang hinein läuft, der die Berge und Felsformationen rot-organge glühen lässt. Die Desert des Agriates besteht aus niedrig wachsendem Buschwerk und hat ihren eigenen Charme. Die dreistündige Wanderung hat keine spektakulären Höhepunkte, ausser dass man sich immer wieder darüber amüsiert, mit welchem Schneckentempo Autos an einem vorbeikriechen, um auf der mit Steinen und Felsen verblockten Piste keinen Platten zu bekommen oder aufzusetzen.
Unterwegs begegnet man Eidechsen, dürren Kühen und ab und an einem Greifvogel. Nach 12 km erreicht man den Plage de Saleccia. Dieser knapp 1 km lange Sandstrand ist meiner Erkenntnis nach einzigartig im Nordwesten Korsikas. Am Cap Corse fanden wir einige Strände stark verschmutzt mit Seegras vor, ansonsten befinden sich im Nordwesten Kiesstrände oder Felsküste . Am Salleccia Strand kommt Karibikfeeling auf. Das Wasser ist klar und türkisblau. Das hat sich natürlich rumgesprochen, doch die Anzahl der Yachten und Tagesbesucher verteilt sich recht angenehm in der Bucht.
Wer hier ein paar Tage bleiben möchte, dem sei der angrenzende, sehr schön gelegene www.camping –uparadisu.com zu empfehlen. Er wird mehrheitlich von alternativ angehauchten Italienern und Franzosen frequentiert. Es gibt terrassenförmig angelegte Zeltplätze und nur wenige Stellplätze für VW Busse. Leider ist eine Voranmeldung nicht möglich (weder telefonisch, noch am Tag vorher um am nächsten Tag einen Platz zu bekommen) , sodass man durchaus Pech haben kann, keinen der begehrten Zeltplätze zu ergattern. Zur Not bleibt man eine Nacht am Strand. Wer keinen Platz am Nachmittag oder Abend bekommen hat, sollte am folgenden Morgen ab 8 Uhr über den Campingplatz laufen und schauen wer gerade seine Sachen packt und diesen Platz in Beschlag nehmen. Hier gilt „the early bird catches the worm“. Trotz der Beliebtheit des Camping Uparadisu ist die Atmosphäre sehr entspannt und recht ruhig. Es gibt keine Animation, keinen Swimmingpool, kein Internet und keinen Strom für die Zeltplätze. So schön der Campingplatz ist, so sind die Sanitären Anlagen eher als einfach zu bezeichnen. Dafür ist das Restaurant hervorragend aber teuer (Abendessen 20 Euro) und die Atmosphäre beim Abendessen familiär. Man isst an langen Tafeln. Die Preise im sehr kleinen Markt sind zivil, sodass man mit einer vierköpfigen Familie durchaus mit 20-25 Euro am Tag für Lebensmittel durchkommt. Wer mit dem Auto anreist und länger bleiben will ist gut beraten Grundnahrungsmittel dabei zu haben, ansonsten kann sich der Wanderer hier aber gut versorgen ohne arm zu werden. Mit 26 Euro für 2 Erw. /2 Kinder ( die als Erwachsene zählen) und zwei Zelten ist der Platz in der Hauptsaison sehr günstig.


Um die Wanderung an der Küste nach St. Florent fortzusetzen, läuft man den Saleccia Strand bis zu seinem östlichen Ende. Dort beginnt der gut begehbare Wanderweg. Das folgende Teilstück bis zum Plage de Loto ist sehr angenehm zu laufen und ohne nennenswerte Steigungen. Der Blick auf ankernde Yachten, türkisblaues Meer und ein steter Wind machen diese Strecke unvergesslich. Der Plage de Loto ist kleiner als der Plage de Saleccia und wird regelmässig von Zubringerbooten von St.Florent angefahren.

Man läuft am Strand entlang und stösst auch hier an dessen Ende wieder auf den Wanderweg. An der Punta Mortella geht es ein Stück steil bergauf und im folgenden bewegt sich der Weg an der Küste immer wieder mal bergauf und bergab. Abstecher zu kleinen Buchten sind immer wieder möglich. Zum Ende der gut 5-6 stündigen Wanderung hat man St. Florent stets im Blick. Der Weg führt nun für eine ganze Weile ausgeschildert als „Chemin Littoral“ unterhalb eines riesigen parkähnlichen Privatgrundstücks entlang, welches man leider nicht durchschreiten darf.
Erreicht man St. Florent auf diese Weise, so kann man kurz hinter dem Ende des Wanderwegs sich auf einem der drei Campingplätze einquartieren und eine erfrischende Dusche nach dieser Wanderung geniessen.

Sonntag, 31. Juli 2011

Wandern auf Island mit dem MONOWALKER

Vor einiger Zeit erreichte mich eine Anfrage von Örn Marelsson aus Island:

Wir sind eine Gruppe von 5 Leuten über 55 Jahre, die seit einigen Jahren Wanderungen in verschiedenen Regionen Islands durchführen. Es gibt nur wenige ausgewiesene Wanderwege. Die meisten Routen verlaufen Querfeldein über teils schwer begehbares Gelände. Ein paar Freunde aus unserer Gruppe meinen, dass ein Wanderanhänger wie der Monowalker nur schwer in diesem Gelände nutzbar ist. Andere meinen, dass der Monowalker diesem Gelände gewachsen sein könnte.“

Obwohl Örns Freunde Zweifel angemeldet haben, bestellte Örn für sich einen Monowalker.

Nun, ein paar Wochen später bekam ich Bilder von seiner ersten grösseren Tour:

Lieber Kai,

Ich habe den Monowalker erhalten und er ist fantastisch. Er ist hervorragend verarbeitet und ich bin überaus glücklich ihn zu haben. Ich habe ihn bereits zusammengebaut, was recht einfach war.Ich habe ein paar Touren in der Umgebung rund um Hafnarfjordur gemacht und 20 kg auf den Monowalker geladen. Es lief sich gut damit.

"Gestern kam ich zurück von einer 4-Tagestour mit einem Freund. Wir waren am EIRIKSJÖKUL Gletscher (54 km Gesamtdistanz) .

Hier ein paar Infos zu der Region: ( Quelle Wikipedia) :

Der Eiríksjökull ist ein Gletscher in Island. Er reicht bis in eine Höhe von 1672 m und seine Fläche beträgt 22 km² bei einer Länge von ca. 9-11 km von Westen nach Osten und ca. 5-8 km von Norden nach Süden. Er erhebt sich im Osten ca. 400-500 m über seine Umgebung, im Westen dagegen 600 - 800 m. Der Gletscherschild Eiríksjökull befindet sich im Westen von Island.Gleichzeitig liegt er westlich des Langjökull und östlich der Arnarvatnsheiði sowie ca. 30 km nördlich von Húsafell. Der Gletscher ist schon wegen seiner Höhe weithin sichtbar und überragt die Hochebene der Arnarvatnsheiði ebenso wie das Lavafeld Hallmundarhraun, das sich vom nordöstlichen Langjökull bis nach Húsafell hinunterzieht.


Größere Kartenansicht

"Es gab keine Probleme mit dem Monowalker, obwohl wir teilweise schweres Gelände durchquerten."

"Die Tour begannen wir an der Westseite des EIRIKSJÖKUL Gletscher."

"Auf diesem Bild sieht man, wie ich einen der vielen Bäche auf dieser Tour durchquere"

"Die Südost Seite des Gletschers ist übersät mit grossen Steinen."

"Hier kreuze ich eingefrorene Gletscher Flussläufe"

"Auf der Südwest Seite verläuft zum Gletschersee das Ufer recht steil"

"Vom Flosaskarð Pass geht es steil bergab was aufgrund des verblockten Geländes etwas schwieriger und langsamer war, aber gut ging."

Als Entwickler des MONOWALKER freue ich mich immer wieder zu sehen, dass Wanderer weltweit lange Strecken mit dem Wanderanhänger zurücklegen und dabei entspannter unterwegs sind als mit einem Rucksack.


A nice hiking trip with the Monowalker on Iceland

Some time ago, I received an request from Örn Marelsson from Iceland. He wrote:

We are group of five persons age 55+ who do regular hiking trips into the Iceland wilderness and have done so for many years. There are only a few regular hiking trails in Iceland and often hiking is done in difficult terrain. A few in our hiking group are of the opinion that a trailer such as yours would be difficult to use in the Icelandic wilderness, while others among us find it quite feasible.“

Although some of Örns friends have had concerns, he has ordered one Monowalker for himself.

Now a few weeks later I received some comments with pictures from his trip:

Dear Kai,

I have received the Monowalker and it is excellent, verry good quality and I am verry happy. I have allready mounted all things togeter and that was easy. I have done some short trip close to Hafnarfjordur (town) with 20 kg on the Monowalker and it was working fine.

Yesterday I was back from a 4 day trip with my friend around EIRIKSJÖKUL (glacier ) approximate 54 km. Here some Information about this Glacier:(Source Wikipedia) Eiríksjökull (Icelandic for "Eirík's glacier") is a glacier north-west of Langjökull in Iceland, with an area of 22 km2 reaching a height of 1675m, making it the largest table mountain in Iceland. Rising over 1000m above its surrounding, the lowest 350m of a hyaloclastite (móberg) tuya formed presumably by a single subglacial volcanic activity is capped by a 750m thick lava shield.It is currently dormant or extinct in terms of volcanic activity.


Größere Kartenansicht

"There was no problem with the Monowalker, even there was some difficult terrain on part of the trip."

"Beginning of the trip round EIRIKSJÖKUL on west side of the glacier"

"On this picture I am crossing one of the many small rivers which were on our trip"

"On south east of the glacier in difficult terrain because there were lot of big rocks."

"Crossing small glacier river on the south east of the glacier Eiriksjökull."

"On the south west of the glacier is a lake with big hill sloping to water level."

"Here we are walking down the pass Flosaskarð. That was difficult because the terrain was mostly of rocks but however that was going well but slowly."

As inventor of the Monowalker I´m very happy to see, that the MONOWALKER can be used in nearly every terrain and helps people to walk long distances with more comfort.




Dienstag, 26. Juli 2011

3-Jahreszeiten Hilleberg Zelte 2012

Auf der Outdoor Messe in Friedrichshafen besuchte ich u.a. den Stand von Hilleberg. Bo Hilleberg, der 1971 die ersten Zelte mit Hilfe seiner Frau Renate Neuner herstellte, feiert nun auf der Messe sein 40jähriges Bestehen. Bo Hilleberg selber ist zwar mittlerweile in Rente, doch ein solches Jubiläum ist natürlich für ihn ein Grund auf dieser internationalen Messe anwesend zu sein. Da ich mit dem Monowalker auf der Messe unterwegs war, kam ich auch ins Gespräch mit Bo, da er sich privat für den Monowalker interessierte.

Was gibt es neues bei Hilleberg ? 2012 bringt Hilleberg ergänzend zum bestehenden Programm weitere Modelle auf den Markt. Neu sind zwei 3-Jahreszeiten Zelte, die sich vor allem im Gewicht und einer optimierten Belüftung für heisse Sommertage von der bisherigen Zeltreihe unterscheiden. Zum Einsatz kommt das Kerlon 1000 Gewebe, welches leichter ist als das Kerlon 1200 oder 1800er Gewebe. Dabei hat es aber eine hohe Reissfestigkeit, die gleich hoch oder besser ist, wie bei Geweben anderer Zelthersteller. Wie bei der „Nallo“ Serie, kommen 9 mm Zeltstangen zum Einsatz, die mit Gummischnüren untereinander verbunden sind.

Das erste 3-Jahreszeiten Modell welches ich hier vorstellen möchte heißt Anjan und ist als zwei bzw. drei Personen Tunnelzelt mit 1.7 kg bzw. 1.9 kg 20% leichter als das Nallo . Um bei trockenem und heissem Wetter optimale Lüftung zu realisieren, können die vordere Apside und die Rückseite aufgerollt werden. Ein Feature, was bei den 4-Jahreszeiten Tunnelzelten von Hilleberg sonst nicht erhältlich ist. Nach hinten hat das Anjan ein mit Moskitonetz versehenes großes Fenster. Somit hat man zu zwei Seiten Sicht und einen Ein- & Ausgang. Selbst wenn das Zelt bei schlechtem Wetter verschlossen ist, ist die Lüftung optimal. Die Aussenzelthaut ist nicht wie üblich bis zum Boden runtergezogen. Jedoch ist die Zeltbodenwanne seitlich hochgezogen, sodass Feuchtigkeit und Regen nicht ins Zeltinnere eindringen können. Wenn man doch mit starkem Wind und Regen zu kämpfen hat, so läßt sich das Aussenzelt zur Wetterseite einseitig auf den Boden ziehen. Die großzügigen Moskitonetze im Innenzelt sind Wasserdampf durchlässig. Damit vermeidet man Kondensationsbildung am Innenzelt und reduziert sie an der Aussenzelt Stoffinnenseite.

Das Aufstellen des Tunnelzelt ist denkbar einfach. Die Zeltstangen in die Stangenkanäle einführen.

Dann das Tunnelzelt an einem Ende mit zwei Heringen im Boden fixieren - das Zelt zu sich hinziehen, sodass sich die Zeltstangen als Bogen geformt aufstellen.

Nun das Ende an dem Sie stehen im Boden verankern und über die Abspannleinen das Zelt nachspannen und weitere Heringe bei Bedarf im Boden verankern. Voraussetzung für den Aufbau von Tunnelzelten ist ein relativ weicher Boden. Wer seine Touren generell in Regionen mit vorwiegend steinigen und harten Böden plant, ist besser mit einem Kuppelzelt bedient. Diese stehen aufgrund ihrer muschelartigen Bauform von alleine. Selbst die Apside muss in der Regel nicht abgespannt werden.

Als begeisterter Nutzer des „Staika“ Kuppelzelt liegt die Messlatte für das neue Rogen Kuppelzelt recht hoch. Was war die Zielsetzung des Hilleberg Entwicklungsteams ? Das 3-Jahreszeiten Rogen spricht Wanderer , Paddler und Radfahrer an, die in gemässigten Gefilden von Frühjahr bis Herbst unterwegs sein wollen und dabei auf jedes Gramm achten. Gegenüber meinem 4 Jahreszeiten Staika Kuppelzelt ist das Rogen mit 2 kg Bruttogewicht 1.7 kg leichter als mein Staika. Das Gewicht hat man beim Stoff und Gestänge rausgeholt, welches das gleiche ist, wie beim Anjan. Jedoch wurde auch ein wenig an der Höhe und der Grundfläche gegenüber dem Staika gespart. Es stehen „nur“ 2.9 qm (Staika 3.2 qm) zur Verfügung und das Rogen ist 15 cm flacher als das Staika. Staika und Rogen lassen sich in wenigen Minuten aufbauen, wobei mich beim Staika die besondere Aufhängung des Stoffs im Gestänge immer wieder fasziniert. Dieses wird nur im unteren Drittel beim Aufbau jeweils in Kanäle geführt. Mittels Klipsen wird dann das Zelt in das Gestänge eingehangen. Diese sind genial praktisch, einfach zu handhaben und funktionieren auch nach drei Jahren Benutzung tadellos. Zudem wird mit diesen Klipsen auch der „Türstoff“ der Apsiden im geöffneten aufgerollten Zustand zuverlässig fixiert. Kein schlackerndes nasses Stück Stoff hängt einem entgegen, wenn man Morgens aus den taunassen Zelt steigt. Wer wie ich auch gerne im Winter zeltet, dem sei das Staika empfohlen, denn das 10 mm Gestänge, als auch das Aussenzelt aus Kerlon 1800 gefertigt halten Schneestürmen und im gewissen Maß auch Schneelast stand.

Natürlich lassen sich alle Tunnel und Kuppelzelte nur mit Aussenzelt oder als Innenzelt solo aufbauen. Ohne Innenzelt mutiert selbst ein 1-Mann Akto zu einem knappen, aber damit ultraleichten 2-Mann Zelt. Zwei Erwachsene bis 1,80 m Körpergrösse passen so in das Akto. Das Gepäck muss natürlich dann draussen bleiben. Da ich z.B. mit wasserdichten Taschen von Ortlieb reise, lasse ich meine Ausrüstung auch bei Regen aussen vor dem Zelt. Wer in tropischen Gefilden unterwegs ist, kommt ggf. auch nur mit aufgebautem Innenzelt aus. Der Schutz vor Mücken und anderem Getier ist gewährleistet und man schwitzt weniger.

Die Apsiden bei den Kuppelzelten sind natürlich nicht so geräumig wie bei einem Namatj GT , Keron GT oder Nallo GT Tunnelzelt. Wer bei Dauerregen kochen muss, viel Ausrüstung trocken im Zeltinnern unterbringen will oder mit Kindern reist und deren Spielsachen nicht immer im Schlafbereich haben möchte, bekommt bei den Apsiden der Tunnelzelte 1.2 – 2.4 qm Raum geschenkt. Bei mittlerweile 20 Zeltmodellen und diversen zusätzlichen Grössen bei den Tunnelzelten ( für 2/3 oder 4 Schlafplätze ) fällt dem Reisenden die Wahl leider schwer . Doch Alleinreisende, Ultralight Hiker, Familien oder Gruppen werden bei Hilleberg immer das Optimum an Qualität für ihren Einsatzzweck finden. Zur Orientierung sei der 62- seitige 2011er Hilleberg Katalog empfohlen, der neben Produkt Informationen viele Informationen zu Material, Geschichte und Hintergründen der Hilleberg Zelte bringt.Auch online stehen diese Informationen bereit unter http://www.hilleberg.se/de


Sonntag, 24. Juli 2011

3-Jahreszeiten Trekking Hose"Fjäll Räven Karl"

Wo ist der Sommer !? Ich kann schon wieder meine lange Fjäll Räven „Karl“ Trekkinghose auspacken. Man mag sich ja darüber streiten, ob man auch in der Stadt in Outdoor Klamotten rumlaufen muss, als wenn man den nächsten Schneesturm erwartet oder in den nächsten Mücken verseuchten Sumpf gerät. Doch bei den jetzigen Wetterverhältnissen freue ich mich auch, wenn ich auf eine wasserdichte, atmungsaktive Jacke und Hose zurückgreifen kann.Die erste Wahl bei Nieselregen ist die Fjäll Räven"Karl" Trekkinghose.

Diese aus G1000 Gewebe hergestellte Hose, zeichnet sich durch extrem strapazierfähiges Gewebe aus. Dass ich sie sehr gerne und oft trage, liegt unter anderem daran, dass ich fast jede Jeans nach 1 Jahr flicken oder wegschmeissen muss, da mir die Jeanshosen im Schritt regelmässig durchscheuern. Ob dies am Stone washed Gewebe liegt oder am Radfahren, weiss ich nicht. Mittlerweile weigere ich mich Jeans zu kaufen. Meine Fjäll Räven Hose dagegen hält! Also – ich gebe es zu... ich gehöre auch zu denen, die in Outdoor Klamotten in der Stadt rumrennen und sich damit in die nächstbeste Pfütze schmeissen könnten.

Das geniale an der Karl Hose ist, dass man sie den Jahreszeiten „anpassen“ kann. Das G1000 Gewebe wird ab Werk mit Grönlandwachs versehen ausgeliefert. Diese Wachsmischung ( Parafin& Bienenwachs) imprägniert das Polyester-Baumwollgewebe und lässt damit Regen recht gut abperlen. Im Winter verwende ich die gefütterte „Karl Hydratic Winter“, die mit zwei Schichten Wachs versehen, echt wasserdicht ist. Mit ihr kann man Schneeschuhwanderungen durchführen und bleibt trocken. Trotzdem versiegelt das Wachs die Hose nicht so stark, dass man von innen im eigenen Saft steht. Es entsteht ein recht angenehmes Klima.

Wenn die Hose gewaschen wird (40°) , wäscht sich das Wachs nach 2-3 Wäschen raus. Dass heisst, zum Frühsommer hin, kann man die Fjäll Räven Hosen mit nur einer dünnen oder keiner Wachsschicht versehen tragen.Um das Wachs nach ein paar Wäschen wieder aufzutragen, muss man nur den Wachswürfel auf einem Bügelbrett in das Gewebe einreiben und mit einem Bügeleisen einbügeln. Entweder föhnt man den Wachswürfel etwas warm oder aber das zu behandelnde Gewebe. Wenn „Frau“ das Bügeleisen dafür nicht hergibt, tut es auch der Fön.

Wer ab und an wie ich zum Bodensee fährt, freut sich doppelt über das dichte G1000 Gewebe, denn die Mücken sind Abends am Bodensee unberechenbar. An der Fjäll Räven Hose stechen sie sich aber ihren Rüssel krumm.